Versagung der Restschuldbefreiung – was tun?

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Die Versagung der Restschuldbefreiung ist eine der größten Gefahren in einem Insolvenzverfahren. Unter anderem strafrechtliche Folgen, aber auch die Beweise für Versagungsgründe sind die größte Angst vieler Schuldner. Dabei gibt es viele Bereiche, in denen ein solcher Grund gefunden werden kann. Doch was tun Sie als Schuldner in diesem Moment?

 

Ziel ist die Restschuldbefreiung

 

Eine Insolvenz wird angemeldet, um die offenen Forderungen aufzunehmen und mit allen Mitteln zu tilgen. Natürlich können auch mittellose Schuldner in eine Insolvenz gehen und haben die Chance auf eine Restschuldbefreiung. Mit der Restschuldbefreiung nach sechs Jahren und einer positiv verlaufenen Wohlverhaltensphase werden alle Schulden gelöscht. Die Betroffenen fangen wieder bei Null an und haben keine offenen Forderungen mehr auf ihrem Konto. Es besteht keine Gefahr der Pfändung oder Vollstreckung mehr. Kommen Sie jedoch der Auskunfts- und  Mitwirkungspflicht nicht nach, gibt es Fehler im Insolvenzantrag oder haben Sie absichtlich Vermögen verschwendet, so steht die Restschuldbefreiung auf der Kippe. Das bedeutet: Auch nach dem Verfahren bleiben die Schulden bestehen und erwirkte Titel sind bis zu 30 Jahre lang vollstreckbar. Sie haben erst nach einen gewissen Zeitraum wieder die Möglichkeit, erneut einen Antrag auf Restschuldbefreiung zu stellen.

 

Versagungsgrund liegt vor

 

Bestenfalls prüfen Sie schon vor der Insolvenz, ob ein Versagungsgrund vorliegt. Hier könnten Sie sich mit Unterstützung einer erfahrenen Kanzlei mit dem betreffenden Gläubiger außerhalb der Insolvenz einigen. Danach melden Sie Insolvenz für die übrigen Gläubiger an. Ein außergerichtlicher Schuldenvergleich ist auch eine gute Variante, um die Gefahr des Versagungsgrunds zu umgehen.

 

 

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