Haftung des GmbH-Geschäftsführers: 3 Bereiche – Darum sollten Sie wissen !

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Haftung des GmbH-Geschäftsführers: Im Rahmen der Insolvenz stehen die Geschäftsführer einer GmbH unter enormen Druck. Vor allem die persönliche Haftung einer natürlichen Person ist hier nicht außer Acht zu lassen. In drei wichtigen Bereichen müssen Sie als Geschäftsführer besonders gut aufpassen. Immerhin haben Sie auch in schwieriger finanzieller Situation Pflichten zu erfüllen. Andernfalls tritt das Gericht an Sie persönlich heran. Folgende drei Bereiche sind betroffen:

  1. Insolvenzverschleppung

 

Eine GmbH unterliegt der Antragspflicht zur Insolvenz. Laut § 64 GmbHG müssen Sie als Geschäftsführer mit dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung einen Insolvenzantrag stellen. Eine schuldhafte Verzögerung sollte Ihnen nicht nachgewiesen werden können. Zur Zahlungsunfähigkeit zählen alle fälligen Geldverbindlichkeiten des Unternehmens. Es spielt keine Rolle, ob die Gläubiger das Geld wirklich verlangen. Nur eine Stundung verschiebt die Fälligkeit weiter nach hinten. Allerdings muss ein kurzfristiger finanzieller Engpass nicht sofort zur Zahlungsunfähigkeit führen. Verstoßen Sie als Geschäftsführer gegen die Antragspflicht, machen Sie sich schadensersatzpflichtig mit dem persönlichen Vermögen.

 

  1. Haftung gegenüber Sozialversicherungsträgern

 

Als Geschäftsführer haften Sie auch für die Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung persönlich. Nur bei den Arbeitgeberanteilen sind Sie von der persönlichen Haftung befreit. Sollten in diesem Bereich also noch Beträge offen sein, müssen Sie mit dem eigenen Vermögen dafür aufkommen. Die Pflicht zu den Sozialversicherungsbeiträgen besteht auch, wenn Sie Ihren Arbeitnehmer keinen Arbeitslohn mehr zahlen oder nur noch einen Teil des vereinbarten Lohns zahlen können.

 

  1. Haftung gegenüber dem Finanzamt

 

Die steuerlichen Angelegenheiten einer GmbH muss der Geschäftsführer regeln. Sie besitzen also die Pflicht zur Anmeldung und zum Abführen der jeweiligen Steuer. Liegen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit bei den Steuerschulden vor, können Sie ebenso persönlich in die Haftung genommen werden. Ein Beispiel ist die Lohnsteuer, die an das Finanzamt abzuführen ist.

 

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