Restschuldbefreiung nach fünf Jahren – wie geht das?

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Verkürzung Insolvenzverfahren: Zum 01.07.2014 wurden bereits Änderungen im Insolvenzrecht vorgenommen. Seither fallen einige Punkte im Restschuldbefreiungsverfahren deutlich positiv für den Schuldner aus. Dazu gehört auch die Restschuldbefreiung bereits nach fünf Jahren. Voraussetzung hierfür ist, dass die Verfahrenskosten gedeckt werden können.

Eröffnung der Insolvenz

Zunächst wird auch für das verkürzte Insolvenzverfahren geprüft, ob einer der möglichen sieben Insolvenzgründe vorliegt. Ist die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit gegeben, so wird dem Antrag meist stattgegeben. Mittellose Schuldner sollten in diesem Zusammenhang gleich einen Antrag auf Verfahrenskostenstundung stellen. Andernfalls kann das Verfahren nicht eröffnet werden, wenn die finanziellen Mittel dafür fehlen (Abweisung mangels Masse). Ein Insolvenzverfahren verursacht unterschiedliche Kosten, je nach Umfang und Dauer. Zwischen 1.500 und 3.000 Euro liegt der gängige Kostenbereich. Steht Ihnen dieses Geld bei Verfahrenseröffnung der Insolvenz nicht zur Verfügung, greift das Gericht auf die Stundung zurück. Das bedeutet: Die Kosten müssen nach dem Verfahren zurückgezahlt werden. In diesem Fall wird Ihnen das Gericht die Restschuldbefreiung nach sechs Jahren erteilen. Die Zeit der sechs Jahre beginnt ab Eröffnungsbeschluss der Insolvenz.

 

Ansparen für die Verfahrenskosten

Sämtliche liquiden Mittel aus der Insolvenzmasse werden zunächst den Verfahrenskosten angerechnet. Ausnahme sind Vermögenswerte, die mit Sicherungsrechten Dritter belegt sind. Kommen in der Insolvenzmasse bereits die Verfahrenskosten zusammen, erhalten Sie die Restschuldbefreiung nach fünf Jahren. Andernfalls haben Sie die Möglichkeit, die Verfahrenskosten anzusparen. Steuerrückzahlungen oder auch monatlich freiwillige Beiträge nimmt der Insolvenzverwalter entgegen. Sobald die Verfahrenskosten im Zeitraum der fünf Jahre gedeckt sind, erhalten Sie auch hier die Restschuldbefreiung eher.

 

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