Achtung: wichtige Pflichten im Regelinsolvenzverfahren

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Das Verfahren zur Regelinsolvenz bringt für Sie als Unternehmer oder ehemaliger Selbständiger auch einige Pflichten im Regelinsolvenzverfahren mit sich. Besonders wichtig ist hierbei die unaufgeforderte Mitteilung über die aktuellen Einkünfte und über eine mögliche Adressänderung. Das bedeutet: Sämtliche Einkommensnachweise sind sofort an den Insolvenzverwalter weiterzuleiten. Auch familiäre Änderungen, wie Geburten, Heirat, Scheidungen etc., spielen für den Insolvenzverwalter eine Rolle. Zuletzt müssen Sie auch eine Erbschaft in der Regelinsolvenz, eine Schenkung und andere Zuwendungen unaufgefordert anmelden.

Pflichten verletzt – keine Restschuldbefreiung

 

Verletzen Sie genau diese Auskunfts- und Mitwirkungspflicht grob fahrlässig, so kann Ihnen später auf Antrag eines Insolvenzgläubigers die Restschuldbefreiung untersagt werden. Sie müssen stets richtige Angaben in den Unterlagen machen, um die Restschuldbefreiung zu erhalten. Daneben gelten Erwerbsobliegenheiten. Sie dürfen sich demnach in ihrer finanziellen Situation nicht mutwilligen verschlechtern, um damit die Gläubiger zu benachteiligen. Trifft Sie kein Verschulden in diesem Fall, so ist die Restschuldbefreiung nicht in Gefahr.

 

Pflichten in der Wohlverhaltensphase

 

Auch im Zeitraum zwischen dem Ende des Insolvenzverfahrens und dem Erhalt der Restschuldbefreiung, also in der Wohlverhaltensphase gibt es wichtige Pflichten für Sie. So haben Sie sich wie bereits erwähnt eine angemessene Erwerbstätigkeit zu suchen und dürfen selbst in der Regelinsolvenz keine zumutbare Tätigkeit ablehnen. Tritt ein Erbfall ein, so haben Sie die Hälfte des Wertes an den Insolvenzverwalters weiterzugeben. Es darf kein Vermögen verheimlicht werden und Sie haben stets auf Verlangen des Insolvenzverwalters Auskunft über Ihre Einnahmen zu tätigen. Zahlungen zur Gläubigerbefriedigung sind ausschließlich an den Insolvenzverwalter zu leisten, um den Gläubigern keinen Sondervorteil zu verschaffen.

 

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