3 Tipps: Sicher in die Regelinsolvenz

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Jedes Unternehmen kann das Recht auf eine zweite Chance nutzen. Auch gescheiterte Selbständige müssen nicht ewig mit ihren Schulden leben. Eine Regelinsolvenz schafft Klarheit und bringt wieder Struktur in die Vermögensverhältnisse. Gerade Unternehmen können sich in Verbindung mit einem Sanierungsverfahren in kurzer Zeit entschulden und von vorn starten. Diese drei Tipps sollten Sie jedoch noch vor dem Verfahren bedenken:

  1. Vorbereitung ist alles

 

Ob als Einzelunternehmen, Freiberufler oder OHG – eine gute Vorbereitung auf die Insolvenz kann viel Ärger ersparen. Während Sie als Geschäftsführer einer GmbH sofort die Regelinsolvenz bei Zahlungsunfähigkeit beantragen müssen, besteht diese Antragspflicht als Einzelunternehmer nicht. Diese Chance sollten Sie konsequent für sich nutzen und zunächst nur den Geschäftsbetrieb einstellen. Der Insolvenzantrag kann später gestellt werden. In dieser Zeit haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, eine Auffanggesellschaft zu gründen. Außerdem ebnet der eingestellte Geschäftsbetrieb auch den Weg in die Verbraucherinsolvenz, wenn es nur eine geringe Anzahl von Gläubigern gibt. Beantragen Sie also erst dann die Insolvenz, wenn er am sinnvollsten ist. Somit haben Sie genügend Zeit, alle Vorkehrungen zu treffen und Ihre Vermögensverhältnisse zu ordnen.

 

  1. Vermögen und Schulden trennen

 

Vor dem Insolvenzantrag sollten Sie sämtliche Überschneidungen von Vermögen und Schulden auseinanderhalten. Besitzen Sie gemeinsam mit dem Ehegatten oder Lebenspartner eine Immobilie oder haben Sie gemeinsam für ein Darlehen unterschieben, ist auch Ihr Partner in Gefahr. Die finanzierende Bank zählt im Falle einer Insolvenz als Insolvenzgläubiger. Auch wenn die Kreditraten weiter von Ihrem Partner bedient werden, wird die Bank das Darlehen kündigen. In dem Fall bleibt für Sie beide nur die Insolvenz.

 

  1. Lassen Sie sich beraten

 

Soll eine Auffanggesellschaft gegründet werden oder wollen Sie Ihren Geschäftsbetrieb fortführen? Lassen Sie sich in jedem Fall beraten. Wichtig auch: Leisten Sie vor der Insolvenz keine Zahlungen mehr an Verwandte. Dieses Geld wird definitiv wieder zurückgefordert.

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt.

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