Gründung einer Unternehmergesellschaft – eine Möglichkeit, die persönliche Haftung einer natürlichen Person zu minimieren

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Die Unternehmergesellschaft ist die kleinere Variante der normalen GmbH. Großer Beliebtheit erfreut sie sich vor allem aus dem Grund, dass man keine 25.000 Euro Stammkapital benötigt. Es genügt bereits ein Euro.

Wieso gibt es die Unternehmergesellschaft überhaupt?

Die Unternehmergesellschaft ist die deutsche Entsprechung der britischen Limited. Gem. § 5a GmbHG handelt es sich hier nicht um eine neue Rechtsform. Stattdessen ist es einfach nur eine GmbH mit niedrigerem Stammkapital. Wie bei der GmbH handelt es sich aber auch bei der UG um eine juristische Person. Sie muss Körperschafts- und Gewerbesteuern bezahlen. Darüber hinaus sind die Gesellschafter nach §§ 325, 236 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss zu veröffentlichen.

 

Wegen Ihres geringen Startkapitals bezeichnet man die UG gemeinhin auch als Mini-GmbH oder 1-Euro-GmbH. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann sie auch gemeinnützig sein.

 

Daten und Zahlen

 

Vor allem unter Existenzgründern ist die UG beliebt. Am 1. Januar 2012 gab es schon 64.371 Gesellschaften dieser Art. Die britische Limited, die der UG als Vorlage gedient hat, hat hierzulande heute kaum noch eine große Bedeutung.

 

Rechtliche Grundlage der UG ist das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG), das am 23. Oktober 2008 geschaffen wurde. Einige Richtlinien sind auch in den entsprechenden Änderungen des GmbH-Gesetzes enthalten.

 

Beteiligte einer UG

Zur Gründung einer Unternehmergesellschaft gibt es üblicherweise zwei Parteien, die Gesellschafter und den Geschäftsführer. Droht der UG eine Zahlungsunfähigkeit, sind die Gesellschafter zur Abhaltung einer Gesellschafterversammlung verpflichtet. In diesem Punkt entspricht die UG im Wesentlichen der GmbH. Darüber hinaus gibt es auch hier einen Geschäftsführer.

 

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