Unternehmensnachfolge in der Insolvenz – ein Weg zur Bewahrung von Sachmitteln und Arbeitsplätzen

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Ein marodes Unternehmen muss in der Insolvenz nicht zwingend schließen. Hier gibt es mit dem Unternehmensverkauf oder der Unternehmensnachfolge in der Insolvenz sinnvolle Instrumente, den Betrieb oder zumindest Teile davon zu erhalten. Hierbei stellt sich die Frage, an wen der Betrieb übergeben werden soll?

Insolvenzverwalter entscheidet

Zunächst geht das Unternehmen in die Hand des Insolvenzverwalters. Nach dem Anmelden der Insolvenz und der Verfahrenseröffnung übernimmt der Insolvenzverwalter den Posten des Geschäftsführers. Ausnahme ist eine Sanierung unter Eigenverwaltung, hier hält sich der Sachverwalter mehr zurück. Allerdings steht hier auch die Unternehmensnachfolge nicht im Mittelpunkt. Bei vielen Betrieben entscheidet sich der Insolvenzverwalter zum Verkauf. Der Verkauf kann nur Teile des Betriebs betreffen oder das komplette Unternehmen. Eine Möglichkeit in diesem Zusammenhang ist die übertragende Sanierung. Hierbei können gut funktionierende Teile des Betriebes abgespalten und verkauft werden. Mit Rückhalt einer Vertrauensperson kann sogar der Geschäftsführer seinen eigenen Betrieb auf diese Weise sanieren und nur mit den gewinnbringenden Teilen weiterarbeiten. Die Unternehmensnachfolge tritt hier jedoch der Vertrauensmann an und nicht der Geschäftsführer selbst.

 

Was gibt es zu beachten?

Bei einer Unternehmensnachfolge ist wichtig, dass die Arbeitnehmer weiterhin Schutz erhalten und nicht alle sofort gekündigt werden. Schließlich handelt es sich hier um Know-How-Träger für das Unternehmen. Besteht ein Betriebsrat, sollte auch dessen Kontinuität gesichert sein. Außerdem muss die Haftung klar geregelt sein in Bezug auf den Erwerber des Unternehmens. Der neue Inhaber des Betriebes steht demnach auch für alle Rechte und Pflichten ein, besonders bezogen auf die bestehenden Arbeitsverhältnisse. Kündigungen sind meist nur im Rahmen von einem Sanierungskonzept erlaubt.

 

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