Was steckt hinter einer Pfändung genau?

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Eine Maßnahme zur Pfändung und Vollstreckung wird auf Antrag eines Gläubigers durchgeführt. Dabei sind verschiedene Personen in diesen Antrag involviert. Neben den Gläubigern oder Inkassounternehmen, sind Vollstreckungsgericht, Gerichtsvollzieher oder ein Vollziehungsbeamter für die Pfändung zuständig.

Antrag zur Pfändung und Pfändungsarten

Ohne einen Antrag zur Pfändung, wird kein Gerichtsvollzieher auf Sie als Schuldner zukommen. Nur mit einem Antrag von einem Insolvenzgläubiger, kann eine Pfändung in Gang gesetzt werden. Hierbei gibt es verschiedene Aufträge zur Durchführung der Pfändung. Dazu gehören die unterschiedlichen Pfändungsarten:

 

 

Viele Gläubiger wenden sich an ein Inkassounternehmen oder an einen Rechtsanwalt zur Vollstreckung. Sie formulieren die entsprechenden Anträge und wissen um die rechtlichen und inhaltlichen Anforderungen Bescheid. Der Antrag zur Pfändung muss beim zuständigen Amtsgericht eingereicht werden. Hier gibt es eine eigene Vollstreckungsabteilung mit bedienstetem Rechtspfleger. Für eine eidesstattliche Versicherung ist deshalb nur in seltenen Fällen der Richter zuständig. Oftmals werden die Schuldner zu einem Gerichtsvollzieher zitiert. Er wird letztlich mit der Durchführung der Pfändung beauftragt. Der Auftrag erfolgt entweder vom Gläubiger selbst oder von der Verteilerstelle für Gerichtsvollzieher.

 

Ausnahme Finanzamt

Einzige Ausnahme ist das Finanzamt. Als ein öffentlich rechtlicher Gläubiger müssen die Pfändungsmaßnahmen durch das Finanzamt nicht etwas bei Gericht beantragt werden. Das Finanzamt hat meist selbst Vollziehungsbeamte, die entsprechende Termine mit den Schuldnern vereinbaren. Somit ist das Finanzamt bei den Vollstreckungsmaßnahmen nicht aus das Gericht angewiesen.

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