Lottogewinn in der Insolvenz – gepfändet oder nicht?

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Viele Schuldner spielen Lotto und hoffen auf einen Gewinn. Hier stellt sich schnell die Frage: was wird mit dem Lottogewinn in der Insolvenz passieren? Fällt er in die Insolvenzmasse oder dürfen die Gewinne als außergewöhnliches Vermögen behalten werden? Die gleiche Frage kommt auch bei wertvollen Geschenken in der Insolvenz an.

Der Zeitpunkt ist entscheidend

 

In der Insolvenz spielt der Zeitpunkt des Gewinns oder des Geschenks eine wichtige Rolle. Befinden Sie sich als Schuldner noch in der Verfahrenseröffnung des Insolvenzverfahrens, so müssen Sie jedes Vermögen an den Insolvenzverwalter herausgeben. Auch ein Lottogewinn oder ein wertvolles Geschenk zählen dann in die Insolvenzmasse und werden zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger eingesetzt. Der Vorteil: reicht der Gewinn zur kompletten Abzahlung der Schulden, so ist das Insolvenzverfahren beendet. Sie brauchen keine Wohlverhaltensphase durchlaufen und sind sofort schuldenfrei.

 

Alles behalten in der Wohlverhaltensperiode

 

Tritt der Lottogewinn in der Insolvenz oder auch das Geschenk in der Wohlverhaltensphase ein, so ist das Vermögen nicht mehr an den Insolvenzverwalter herauszugeben. Als Schuldner haben Sie mit der Ankündigung der Restschuldbefreiung schon eine große Hürde geschafft. Lediglich eine Erbschaft muss zur Hälfte in die Insolvenzmasse eingezahlt werden. Lotto spielen oder teure Geschenke lohnen sich in einem Insolvenzverfahren nicht besonders. Erst mit der Ankündigung zur Restschuldbefreiung sind diese Gewinne und Geschenke vor dem Insolvenzverwalter sicher.

 

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