Gläubiger-Anschreiben sammeln – was gehört zur Gläubigerpost? – eine Anleitung für den Einstieg in ein Schuldenregulierungsverfahren

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Zur Vorbereitung eines Insolvenzverfahrens gehört das Sammeln der Gläubigerpost. Ohne diese Unterlagen werden Sie keine saubere Forderungsaufstellung anfertigen können. Deshalb gilt: Sämtliche bedrohliche Gläubiger-Anschreiben sammeln und nach Gläubigern anheften. Auch wir als Kanzlei sind auf eine gute Zusammenarbeit mit den Mandanten angewiesen und freuen uns auf eine solche Zuarbeit.

Was muss aufgehoben werden?

 

Viele Schuldner haben bereits Erfahrungen mit sogenannten gelben Briefen gemacht und kennen sich mit den verschiedenen Mahnstufen aus. Allerdings bestehen immer wieder Unsicherheiten, welche Gläubigerpost nun relevant ist und was abgeheftet werden muss. Im Zweifelsfall: Es muss alles gesammelt und archiviert werden. Insbesondere sind jedoch derartige Dokumente aufzubewahren:

 

  • Drohbriefe
  • Mahnungen
  • Gerichtsurteile
  • Mahn- und Vollstreckungsbescheide
  • Pfändungsprotokolle
  • Protokolle zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung

 

Die genannten Unterlagen sind nach den Namen der jeweiligen Insolvenzgläubiger zu sortieren. Hier bietet sich ein Ringordner an, wobei die aktuellsten Unterlagen jeweils oben abgeheftet werden sollten.

 

Gläubiger vergessen?

 

Natürlich dürfen Sie innerhalb des Ordners und auch später bei einem möglichen Vergleich oder einem Insolvenzantrag keinen Gläubiger vergessen. Aus diesem Grund ist eine kostenfreie Abfrage bei den Wirtschaftsauskunfteien sinnvoll, wie beispielsweise gespeicherte Einträge bei der Schufa. Hier sind vielleicht auch noch Gläubiger verzeichnet, die Ihnen nicht mehr bekannt waren. Derartige Auskünfte sollten Sie ebenso zu einem Beratungsgespräch mitbringen.

 

Schneller Kontakt

 

Ein schneller Kontakt zu den Gläubigern kann in einer solchen Situation hilfreich sein. Somit wissen die Gläubiger über Ihre finanzielle Lage Bescheid und fühlen sich nicht vernachlässigt. Verhandlungen schaffen hier eine deutliche Erleichterung der Situation. Wichtig ist jedoch: Ignorieren Sie kein Schreiben der Gläubiger und folgen Sie ebenso den Forderungen zur eidesstattlichen Versicherung.

 

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt.

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