Strafbefehl Insolvenzverschleppung: Was tun? Wie schütze ich mich vor einer Verurteilung ?

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Geschäftsführer von Unternehmen müssen bei finanziellen Problemen und dem Schritt zur Insolvenz im schlimmsten Fall mit einem Strafbefehl rechnen. Als GmbH-Geschäftsführer bspw. ist man für die GmbH verantwortlich und kann aufgrund strafbarer Insolvenzdelikte angezeigt werden. Sollte man eine solche Anzeige akzeptieren oder lohnt sich eine Verteidigung?

Vorsicht Strafbefehl

 

Geht eine GmbH in die Insolvenz, so hat der Schritt deutlich mehr Folgen, als es bei einer Verbraucherinsolvenz der Fall ist. Die Akte des Insolvenzgerichts wird etwa ein halbes Jahr nach der Verfahrenseröffnung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Sie muss nun ermitteln und überprüfen, ob ein strafrechtlicher Tatbestand vorliegt. Dafür verwendet die Staatsanwaltschaft das Gutachten vom Insolvenzverwalter. Ein Tatbestand wäre in diesem Sinne beispielsweise eine Insolvenzverschleppung, ein Bankrott oder andere Delikte in diesem Zusammenhang. Sobald sich nur kleinste Anhaltspunkte ergeben, erhalten Sie als ehemaliger Geschäftsführer den Strafbefehl.

 

Verteidigung planen

 

Bei den meisten Fällen lohnt es sich, gegen diesen Strafbefehl vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft berechnet das Strafmaß sehr schematisch, sodass der Einzelfall gar nicht erst geprüft wird. Dabei spielt vor allem das Gutachten des Insolvenzverwalters eine wichtige Rolle. Es wird einfach übernommen, sodass auch der Insolvenzverwalter als Strafrichter fungieren könnte. Sind hier Anhaltspunkte gegeben, wartet die Staatsanwaltschaft nicht lange und prüft nicht noch einmal nach. Allerdings ist der Insolvenzverwalter aus strafrechtlicher Sicht nicht in der Lage, einen solchen Strafbestand festzustellen. Nur ein Wirtschaftsprüfer darf ein solches Gutachten erstellen und dies bringt immer sehr viel Verhandlungsspielraum mit sich, sodass man hier an einer Verteidigung ansetzen könnte. Fraglich ist, wie der Strafrichter letztlich entscheidet.

 

 

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