So läuft der Schutzschirm ab

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So läuft der Schutzschirm ab: Über das Schutzschirmverfahren können sich Unternehmen sanieren und entschulden. Zum kompletten Verfahren gehört jedoch auch eine gute Vorbereitung, bis die Entschuldung als letzter Schritt fehlt.

 

Planung und Eröffnung

 

Am besten wenden Sie sich mit der Planung des Schutzschirmverfahrens an einen Sanierungsberater, der dafür zuständig ist. Alle Zahlen des Betriebes und jeder Vertrag muss hier auf Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Eine gute und sichere Planung ist die wichtigste Grundlage im Schutzschirmverfahren. Die Praxis hat uns gezeigt: Mit einer guten Planung entsteht ein optimaler Insolvenzplan für das Unternehmen und das Verfahren läuft erfolgreich ab. Mit dem ausgearbeiteten Sanierungskonzept geht es in die Verfahrensröffnung. Vorher müssen alle wichtigen Lieferanten, Insolvenzgläubiger und auch der Betriebsrat informiert werden. Sind alle Beteiligten eingeschworen, geht der Schutzschirmantrag bei Gericht ein.

 

Das Verfahren

 

Im besten Fall eröffnet das Gericht sofort das Verfahren. Laut des vorliegenden Plans werden dann alle Schritte der Sanierung von Unternehmen so umgesetzt. Jetzt muss das Insolvenzgeld vorfinanziert werden, Lieferketten werden gesichert und es werden wichtige Gespräche mit Kunden und Lieferanten geführt. Im schlimmsten Fall folgt der Abbau von Personal, wenn sich das Unternehmen nicht anders sanieren lässt. Eine Inventur, Betriebsversammlung und die Schließung möglicher Betriebsstellen gehören ebenso in das Schutzschirmverfahren. Das Hauptverfahren setzt die Sanierungsmaßnahmen dann fort und vollendet diese. Hier geht es ins Gespräch mit den Gläubigern, die dem Insolvenzplan zustimmen müssen. Die erste Gläubigerversammlung gibt es ca. drei Monate nach der Eröffnung des Hauptverfahrens. Sanierungsberater müssen hier alle Informationen zum Unternehmen preisgeben. Die Gläubigerversammlung beschließt letztendlich auch das Schicksal des Unternehmens.

 

Die Entschuldung

 

Der Insolvenzplan soll die Gläubiger mit einer festgelegten Quote befriedigen. Die Quote liegt im Schnitt zwischen 5 und 20 Prozent der gesamten Forderung. Erst wenn der Insolvenzplan zustande kommt, ist auch die Entschuldung des Unternehmens beschlossen. Die Gläubiger werden laut Plan abgefunden und das gerichtliche Verfahren wird unmittelbar danach aufgehoben. Jetzt ist Ihr Unternehmen schuldenfrei.

 

 

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