Keine Restschuldbefreiung, wenn…? Jeder Gläubiger kann einen Versagungsantrag auf Nichterteilung der Restschuldbefreiung stellen

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Keine Restschuldbefreiung: Im Insolvenzverfahren können Ihnen die Insolvenzgläubiger eine mögliche Restschuldbefreiung versagen. Ein Antrag mit der richtigen Begründung genügt, und die Schulden bleiben auch nach dem Insolvenzverfahren noch bestehen. Gläubiger können diesen Insolvenzantrag jedoch nur wirksam stellen, wenn er auf einem Fehlverhalten Ihrerseits beruht. Folgende Versagungsgründe gelten bei einer Antragstellung ab dem 1.7.2014. Sie erhalten dann keine Restschuldbefreiung, wenn…

… Sie fünf Jahre vor dem Antrag aus Insolvenz oder auch danach wegen einer Insolvenzstraftat verurteilt werden. Wird dieser Sachverhalt bekannt, kann ein Gläubiger den Antrag auf Versagung stellen.

 

… Sie in den letzten drei Jahren vor dem Insolvenzantrag falsche Angaben gemacht haben. Hierbei geht es um die wirtschaftlichen Verhältnisse, beispielsweise um einen Kredit oder Leistungen aus öffentlichen Kassen zu erhalten. Gleiches gilt bei Falschaussagen, um Zahlungen an öffentliche Kassen zu vermeiden.

 

… Sie die Befriedigung der Gläubiger in den letzten 3 Jahren vor dem Insolvenzantrag grob fahrlässig oder gar vorsätzlich beeinträchtigt haben. Dazu zählen die Verschleuderung von Vermögen und die Begründung unangemessener Verbindlichkeiten.

 

… Sie vorsätzlich oder grob fahrlässig im Insolvenzantrag selbst unvollständige oder unrichtige Angaben gemacht haben. Somit ist Ihre Auskunfts- und Mitwirkungspflicht verletzt.

 

Wichtig: Prüfen Sie also vor der Einleitung des Insolvenzverfahrens, ob derartige Gründe vorliegen können.

 

 

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