Wie machen Gläubiger ihre Forderungen geltend?

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Wie machen Gläubiger ihre Forderungen geltend?

 

Als Insolvenzgläubiger können Sie Ihre Forderungen schon vor einem Insolvenzverfahren geltend machen. Mahnungen sowie gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen stehen Ihnen hier zur Verfügung. Meist wird ein vollstreckbarer Titel gegen den Gläubiger erwirkt. Er ist 30 Jahre lang gültig und bringt eine Kontopfändung oder Lohnpfändung mit sich. Mit der Verfahrenseröffnung des Insolvenzverfahrens müssen Gläubiger jedoch auch hier ihre Forderungen kundgeben.

Schritte der Anmeldung

Sobald das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, gibt es nur eine Möglichkeit zur Angabe der Forderungen: der Insolvenzverwalter. Ein Gläubiger muss die Forderung beim Insolvenzverwalter in der Tabelle anmelden. Diese Anmeldung folgt nur über den schriftlichen Weg, da sie sonst nicht mit aufgenommen werden kann. Die Forderungen sind auch für ausländische Firmen und Gläubiger in Euro anzugeben. Außerdem sind die entsprechenden Nachweise und Belege mit einzureichen. Zum Schluss fehlt noch der Anmeldungsgrund, warum die Forderung in die Tabelle mit aufgenommen werden soll. Mit der Eröffnung des Verfahrens wird jeder Gläubiger von dem zuständigen Insolvenzverwalter informiert, dass er seine Forderungen noch einmal für die Tabelle anmelden muss. Die Betonung liegt auf den Gläubigern, die dem Insolvenzverwalter bekannt sind. Als unbekannter Gläubiger sollten Sie ebenso Ihre Forderungen einreichen.

 

Gibt es Fristen? 

Die jeweiligen Fristen werden dann im Eröffnungsbeschluss mitgeteilt. Hierbei handelt es sich nicht um eine Ausschlussfrist. Auch nach diesem Fristablauf können noch Forderungen beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. Allerdings kann das Prüfungen des Gerichts und die entsprechenden Kosten mit sich ziehen. Wenn die Forderung bei der Verteilung der Insolvenzmasse mit berücksichtigt werden soll, so ist sie entsprechend der Fristen anzumelden.

 

 

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