Betrieb fortführen? So überzeugen Sie den Insolvenzverwalter

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Gerade bei Freiberuflern stellt sich die Frage, ob Sie den Betrieb fortführen. Die Entscheidung obliegt dem Insolvenzverwalter. Während in vergangenen Jahren eher auf eine Schließung der Praxis oder des Betriebes geachtet wurde, haben heute viele Freiberufler die Chance auf Eigenverwaltung. Das bedeutet: Der Betrieb bleibt weiterhin bestehen und kann von Ihnen fortgeführt werden. Von dem erwirtschafteten Einkommen geht ein Teil an die Gläubiger zur Tilgung deren Forderungen. Allerdings muss der Insolvenzverwalter von der positiven Zukunftsaussicht des Betriebes überzeugt werden.

Überzeugungsarbeit leisten

 

Die beste Überzeugungsarbeit funktioniert mit einer guten Transparenz. Geben Sie dem Insolvenzverwalter sämtliche Betriebszahlen bekannt und ermöglichen Sie ihm somit eine Prognose für die Zukunft. Ein Businessplan könnte weiterhelfen, den Insolvenzverwalter von dem Geschäftskonzept zu überzeugen. Außerdem braucht der Insolvenzverwalter Vertrauen in Ihre kaufmännischen Fähigkeiten. Schließlich bleibt der Betrieb trotz Insolvenz in Eigenverwaltung. Sie können selbst über neue Verträge und Ausgaben des Unternehmens bestimmen. Demnach muss Ihnen auch der Insolvenzverwalter das Fortführen der Praxis oder der Kanzlei zutrauen.

 

Hier stehen Sie vor einer großen Aufgabe. Sie müssen die Befürchtung des Insolvenzverwalters widerlegen, dass Sie die Insolvenzmasse nicht absichtlich schmälern. Bei neuen eingegangenen Verbindlichkeiten ist das keine leichte Aufgabe. Diese müssen wieder in Relation zu neuen Einkünften stehen. Zähe Verhandlungen und ein gutes Konzept führen Sie hier letztlich zu Ihrem Willen. Erfahrungsgemäß dürfen Sie dann den Betrieb weiter fortführen. Die erwirtschafteten Einkünfte gehen zu einem Teil an die Gläubiger. Den nicht pfändbaren Teil dürfen Sie behalten und den Betrieb nach der Insolvenz wieder unter voller Leistung fahren.

 

 

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