Korrekter Umgang mit dem Insolvenzverwalter – Eine Segelanleitung

Lesezeit: 2 Minuten

Umgang mit dem Insolvenzverwalter: Sie selbst haben keinen Einfluss auf die Wahl des Insolvenzverwalters. Kommt es zu einem Verfahren, bestimmt das Gericht einen Verwalter, dem Sie mit einem distanzierten aber höflichen Umgang gegenübertreten sollten. Der Kontakt wird während des gesamten Insolvenzverfahrens auf ein Minimum reduziert bleiben.

Gerichten haben für den Posten des Insolvenzverwalters meist spezialisierte Rechtsanwälte, die bereits jahrelang mit den jeweiligen Institutionen zusammenarbeiten. In manchen Verfahren werden Sie Ihren Insolvenzverwalter kaum zu Gesicht bekommen, sondern lediglich seinen Sachbearbeiter, auch „Grauverwalter“ genannt. Verbraucherinsolvenzen gelten als Kleininsolvenzen und werden als Massenverfahren abgehandelt. Sehen Sie in Ihrem Insolvenzverwalter nicht Ihren Rechtsanwalt. Er wird sich selten für Ihre Probleme oder Ihre Anliegen interessieren.

 

Verhalten gegenüber dem Insolvenzverwalter

 

Sie sind jedoch in der Pflicht, den Insolvenzverwalter bei zwei Ereignissen zu informieren. Dazu zählt der Adresswechsel. Sobald sich Ihre Adresse oder Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse ändern, müssen Sie dem Insolvenzverwalter bescheid geben. Reagieren Sie außerdem bei schriftlichen Aufforderungen seinerseits. Sobald er Informationen anfragt, müssen Sie ihm diese zur Seite stellen. Er besitzt vom Gesetz her Informationsrechte, die Sie ihm unbedingt einräumen müssen. Vermeiden Sie Konfrontationen und pflegen Sie einen höflichen Umgang. Außerdem dürfen Sie nichts persönlich nehmen. Insolvenzverwalter besitzen einen provokanten Schreibstil, der Sie jedoch nicht persönlich treffen soll. In den meisten Fällen kennt er Sie nicht persönlich.

 

Sie müssen den Insolvenzverwalter nicht fragen, ob Sie sich ein neues Auto kaufen dürfen oder umziehen dürfen. Sämtliche Entscheidungen obliegen weiterhin Ihnen. Sie müssen den Insolvenzverwalter lediglich informieren. Sobald sich das Verfahren eingespielt hat, werden Sie ohnehin nichts mehr von Ihrem Insolvenzverwalter hören. Ab jetzt zählen die Jahre bis zur Restschuldbefreiung. Sie können den weiteren Verlauf nicht beeinflussen und besitzen auch kein Recht auf Auskunft über den aktuellen Stand im Verfahren.

 

 

Mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zu vielen anderen Themen finden Sie auf der Homepage der Kanzlei Schmidt.

Für hilfreiche Videos zu anderen Fragestellungen klicken Sie hier.

 

Finden Sie diesen Beitrag nützlich? Nützlich Nicht nützlich 0 von 0 Personen finden diesen Beitrag nützlich.