Pfändung droht – was tun?

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Die Pfändung droht: Viele Betroffene realisieren die Situation des finanziellen Notstandes erst, wenn die ersten Pfändungen drohen. Erst in diesem Moment werden viele Hebel in Bewegung gesetzt, um die Pfändung noch abzuwehren. Manche Familien leben unter dem Existenzminimum, nur um die Schulden noch begleichen zu können. Doch dieser Zustand ist nicht nur stressig, sondern bringt gesundheitliche Probleme mit sich und wird nicht lange durchgehalten. Diese Quälerei sollten Sie zwingend vermeiden und sich mit der Situation anfreunden.

Die eigene Situation erkennen

 

Mit einem kleinen Gehalt kann kein großer Schuldenberg abbezahlt werden. Sind beispielsweise Kredite schon gekündigt, dann laufen jährlich mehrere Zinsen zusammen, die später auch zurückbezahlt werden müssen. Als Betroffener muss Ihnen klar sein, dass Sie nur den pfändbaren Teil des Einkommens auch für die Schuldentilgung einsetzen müssen. Berufen Sie sich auf die Pfändungsgrenzen und setzen Sie nicht jeden Cent zum Begleichen der Schulden ein. Sie brauchen Geld zum Leben und müssen die Familie unterhalten. Andernfalls handelt es sich um eine große Schuldenspirale. Treten neue Rechnungen auf, dann werden auch diese geschoben und erst später bezahlt. Somit riskieren Sie weiterhin neue Schulden.

 

Verbraucherinsolvenz beantragen

 

Stellen Sie alle laufenden Zahlungen ein und informieren Sie sich über die Verbraucherinsolvenz. Sämtliche Pfändungen werden mit dem Beginn der Verbraucherinsolvenz eingestellt und die Restschuldbefreiung folgt nach sechs Jahren. Auch wenn Ihnen ein steiniger Weg bevor liegt, Sie werden wieder mehr Luft zum Atmen und mehr Geld zum Leben haben. Es kehrt wieder mehr Ruhe ein, wenn Ihre finanzielle Situation in geregelten Bahnen verläuft.

 

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