Insolvenzplan: Aufbau und Inhalt – Die Vorstufe zum Vergleich mit den Gläubigern

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Insolvenzplan: Aufbau und Inhalt: Ein Insolvenzplan kann nicht nach eigenem Ermessen erstellt werden. Das Gesetz schreibt in Deutschland die Struktur und den Inhalt eines jeden Insolvenzplanes vor. So teilt sich der Plan in einen darstellenden und einen gestalteten Bereich. Beide Bereiche unterscheiden sich stark von der Art des Inhalts. Werden diese Richtlinien nicht eingehalten, wird dem Insolvenzplan meist das Scheitern zugeordnet.

Der darstellende Teil des Insolvenzplanes

Jeder Insolvenzplan beginnt mit einem darstellenden Teil. Hier muss der Antragsteller die Ist-Situation erklären, in der sich das Unternehmen aktuell befindet. Außerdem gehört in den Plan mit rein, was im Insolvenzverfahren bereits veranlasst worden ist. Daneben muss beschrieben werden, wie sich der Insolvenzplan in Zukunft auf das Verfahren auswirken soll und könnte. Schließlich steht mit dem Insolvenzplan auch der Zweck der Sanierung des Unternehmens dahinter.

 

Der gestaltende Teil des Planes

Im gestaltenden Teil des Insolvenzplanes muss dargestellt werden, inwieweit der Plan von den gesetzlich geltenden Vorschriften abweicht. Diese Abweichung bezieht sich auch auf die Folgen bezüglich der Rechte jedes einzelnen Gläubigers. Der Antragsteller muss die Gläubiger in diesem Bereich in sogenannte Gruppen teilen. Die Gruppen sehen wie folgt aus:

 

  1. Absonderungsberechtigte Gläubiger (falls der Insolvenzplan in die Rechte dieser Gruppe eingreift)
  2. Insolvenzgläubiger ohne Sicherungsrechte
  3. Nachrangige Insolvenzgläubiger in einzelne Rangklassen aufgeteilt
  4. Arbeitnehmer des Unternehmens, wenn betreffend

Der Antragsteller selbst schlägt vor, wie die Gruppen gebildet werden. Hier ist ein geschicktes Vorgehen gefragt. So kann er die Abstimmung über den Insolvenzplan enorm beeinflussen. Es muss jeweils nur die Gruppe zustimmen und nicht jeder einzelne Gläubiger.

 

Insolvenzplan: Aufbau und Inhalt:

 

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