Pfändung: Neues Konto eröffnen

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Neues Konto? In Vorbereitung auf eine Insolvenz empfehlen wir Ihnen das Eröffnen eines neuen Gehaltskontos. Bei bestehenden Pfändungen oder einem Gehaltskonto im Minus ist das neue Konto sogar überlebenswichtig für Sie. Es ist den Gläubigern unbekannt und kann vorläufig nicht gepfändet werden. Banken reagieren noch deutlich aggressiver.

Neues Konto als Guthabenkonto

 

Ziel ist es bei dieser Vorbereitung, das neue Konto bei einer neuen Bank abzuschließen. Läuft das alte Konto im Minus, kann die Bank das gesamte Monatseinkommen zurückhalten. Erfährt die Bank von der Insolvenz, wird sie das Konto komplett schließen. Die Schulden bei der Bank dürfen mit dem Gehalt verrechnet werden. Damit verlieren Sie jedoch die finanzielle Überlebensgrundlage. Mit der Eröffnung des neuen Kontos zählt die alte Bank auch als Gläubiger und muss zu den Unterlagen geheftet werden.

 

Wird das neue Konto verweigert?

 

Liegt das Einkommen unterhalb der gesetzlich geltenden Pfändungsgrenze, sollten Sie sich für ein P-Konto als Pfändungsschutzkonto entscheiden. Andernfalls eignet sich ein normales Guthabenkonto deutlich besser. Besitzen Sie bereits einen negativen Eintrag bei der Schufa, kann die neue Bank das Konto verwehren. In diesem Fall seien Sie offen und ehrlich zu Bank. Erklären Sie, dass Sie ein Insolvenzverfahren machen und ein neues Konto benötigen, da das alte Konto gesperrt wurde. Die meisten Banken werden nicht lange zögern und das neue Konto eröffnen. Geben Sie die Daten dem Arbeitgeber durch und lassen Sie das Einkommen hier hin überweisen. Außerdem müssen nun alle wichtigen Daueraufträge, wie beispielsweise die Miete, von deinem neuen Konto abgehen.

 

Halten Sie das neue Konto geheim

 

Überweisen Sie nichts an die Gläubiger von diesem Konto. So bleibt es bis zum nächsten Offenbarungseid unentdeckt.

 

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