Wie viel darf man in der Insolvenz noch verdienen?

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Wie viel darf man in der Insolvenz noch verdienen? Das persönliche Einkommen ist eine der wichtigsten Fragen in der Verbraucherinsolvenz. Wie viel Geld darf man monatlich von seinem Verdienst behalten und welche Summe wird an die Gläubiger abgeführt? Das Gesetz sieht hier eindeutige Grenzen vor.

Prinzipiell dürfen Sie in der Verbraucherinsolvenz so viel verdienen, wie sie möchten. Es stellt sich hier lediglich die Frage nach den Abzügen und was vom eigentlichen Verdienst noch übrig bleibt. Als Schuldner sind Sie in Verbraucherinsolvenz verpflichtet, die Gläubiger mit dem eigenen Einkommen und dem Vermögen noch bestmöglich zu bedienen. Sie sind stets in der Verpflichtung, eine entsprechende Tätigkeit auszuüben und sich um eine solche Tätigkeit zu kümmern. Der pfändbare Teil des Einkommens geht an den Insolvenzverwalter (früher Treuhänder). Die Überweisung erfolgt direkt über den Arbeitgeber, der diesen Anteil direkt vom Gehalt abzieht.

 

Pfändungstabelle 2014

 

Die Pfändungstabelle ist bei Insolvenz und bei Gehaltspfändungen die gleiche. Befinden Sie sich also bereits in einer Gehaltspfändung, sind Ihnen diese Grenzen bereits bewusst. Anhand des Nettoverdienstes und der Anzahl der Unterhaltspflichten legt der Staat die jeweiligen Grenzen fest. Anbei ein kleiner Auszug aus der Tabelle:

 

Netto in € 0 1 2 3 4 5
Bis 1.049,99 0 0 0 0 0 0
1.050,00 bis 1.059,99 3,47 0 0 0 0 0
1.440,00 bis 1.449,99 276,47 0,83 0 0 0 0
1.660,00 bis 1.669,99 430,47 110,83 1,02 0 0 0
1.880,00 bis 1.889,99 591,47 225,83 89,02 1,03 0 0
2.100,00 bis 2.109,99 738,47 330,38 177,02 67,03 0,86 0
2.320,00 bis 2.329,99 892,47 440,83 265,02 133,03 44,86 0,52

 

Das nicht pfändbare Einkommen steht Ihnen in vollem Umfang zur Verfügung. Von diesem Betrag müssen Sie keine weiteren Gläubiger bleiben. Liegt Ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze, muss kein Betrag an die Gläubiger abgeführt werden und Sie stellen jeglichen Schuldendienst ein. Wer kein Lohn gepfändet bekommen kann, wird mit einer Kontopfändung rechnen müssen. In diesem Fall erscheint die Verbraucherinsolvenz die langfristig bessere Lösung zu sein.

 

Beratung gewünscht?

 

Wir helfen Ihnen gern beim Schritt in die Verbraucherinsolvenz und beraten Sie zu Ihren künftigen Vermögensverhältnissen. Mit gesetzlich festgeschrieben Grenzen und Zahlen nehmen wir Ihnen möglicherweise die Angst vor dem schweren Schritt. Wir hoffen auf Ihr Vertrauen und gehen gern den Schritt gemeinsam.

 

 

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