Ich verliere meinen Job, wenn sich der Treuhänder bei meinem Chef meldet – und nun ?

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Mir droht ein Jobverlust, wenn der Treuhänder meinem Chef die Abtretung des pfändbaren Teils meines Lohnes vorlegt – kann ich was dagegen tun?

Ausgangsfall:  Ich bin  erst seit einem Monat bei der Firma  A & B OHG beschäftigt bin.  Meinem neuen Arbeitgeber habe ich nicht angegeben,  dass ich  beabsichtige, im  kommenden Monat  ein  Verbraucherinsolvenzverfahren  zu beantragen.  Ich fürchte dann,  meinen Arbeitsplatz wieder zu verlieren, wenn der Treuhänder meinen neuen Arbeitgeber anschreibt.  Kann ich  anstelle  meines Arbeitgebers auch den pfändbaren Betrag  monatlich überweisen?

Antwort:  Die Praxis handhabt es sehr unterschiedlich, da die gesetzliche Vorschrift diese Verfahrensweise  gerade nicht zulässt.  Der BGH schließt in seinem Beschluss vom 20.02.1014 – Az: IX ZA 32/13 –  Vereinbarungen zwischen Treuhänder und Schuldner nicht aus, wonach der Treuhänder den Arbeitgeber des Schuldners nicht über die Abtretung des pfändbaren Teils des Lohnanspruchs informiert. Im Gegenzug dafür ist der Schuldner aber verpflichtet, dem Treuhänder von Monat zu Monat zeitnah und vollständig über die Höhe seines Einkommens zu unterrichten.  Kommt der Schuldner dieser Aufgabe nicht nach,  droht am Ende die Versagung der Restschuldbefreiung wegen Verheimlichens des Teils des Lohnanspruchs, der von der Abtretung erfasst ist.

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