Geschäftsführerhaftung

Wenn Sie Geschäftsführer einer GmbH oder einer GmbH & Co. KG sind, dann unterliegen Sie bestimmten Haftungsvorschriften. Das bedeutet im Fall einer Insolvenz, dass Ihnen persönlich Ansprüche von den verschiedensten Seiten drohen.

Meist sind es vier Beteiligte, die mit unangenehmen Forderungen auf Sie zukommen:

  • Das Unternehmen könnte in Person des Insolvenzverwalters versuchen, die Insolvenzmasse zu vermehren und bei Verstößen gegen Ihre Geschäftsführerpflichten sich an Ihnen schadlos zu halten. Dazu zählen u. a. die Haftung für Zahlungen an die Gesellschafter aus dem zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögen, Haftung für Zahlungen nach Eintritt der Zahlungsfähigkeit oder nach Feststellung der Überschuldung sowie Haftung für vom Geschäftsführer verschuldete Verspätung des Insolvenzantrags gegenüber Altgläubigern (Quotenschaden).
  • Die Neugläubiger, also Geschäftspartner, die erst nach einer vom Geschäftsführer verschuldeten Verspätung des Insolvenzantrags beauftragte Leistungen erbracht haben, könnten ebenfalls Ansprüche stellen.
  • Sozialversicherungsträger könnten Nachzahlung verlangen, sofern für die Beschäftigten des betroffenen Unternehmens keine Sozialbeiträge abgeführt wurden.
  • Das Finanzamt kann den Geschäftsführer bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Verletzung der Steuerpflichten persönlich haftbar machen.

 

Wenn Sie in diese eskalierende Haftungsspirale kommen, können Sie auf unsere Unterstützung zählen. Wir als Fachanwälte begleiten Sie durch das gesamte Insolvenzverfahren und vertreten auch in unangenehmen Haftungsfragen Sie und Ihre Rechte ‒ quer durch alle Rechtsgebiete, die für Sie von Belang werden könnten.